Hypnose - Eine Reise ins Unbewusste

Hypnose (griech. hypnos = Schlaf) bezeichnet

einen Zustand tiefer Entspannung, bei dem die

Aufmerksamkeit für äußere Reize vermindert ist und sich der Patient so besser auf seine „Innenwelt“ konzentrieren kann.

 

Dieser Zustand ist vergleichbar mit dem in alltäglichen Situationenz. B. bei Tagträumen oder bei der Vertiefung in ein besonders fesselndes Buch oder einen spannenden

Film. Man ist ganz „versunken“, das Bewusstsein konzentriert sich ausschließlich auf diese eine Wahrnehmung, die  Aufmerksamkeit für die Umwelt ist eingeschränkt, das Zeitgefühl verändert.

 

Die Hypnose Therapie nutzt diesen Zustand der sogenannten „Trance“ für therapeutische Zwecke. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch die Lösung für sein Problem (z.B. seelische oder körperliche Beschwerden, private oder berufliche Konflikte) bereits in sich trägt, sie aber gerade nicht abrufen kann. 

 

 Die Therapie soll helfen, diese Ansätze im Unbewussten aufzufinden und sie im Alltag zu  manifestieren. Auch heilsame Sätze können in das Unterbewusstsein des Patienten eingebunden und so in vielen Fällen krankmachende Vorstellungen und Verhaltensweisen durch positive, stärkende ersetzt werden.

 

Dabei findet kein – wie fälschlicherweise oft angenommen – Verlust der Kontrolle oder des Willens des Patienten stattVielmehr behalten Sie die Kontrolle und ihre  Selbstbestimmung, was natürlich eine gewisse grundsätzliche Bereitschaft des Patienten, sich hypnotisieren zu lassen, für die Therapie voraussetzt.

 

Historisch betrachtet arbeitete im 19. Jahrhundert der Wiener Nervenarzt und Begründer der Psychoanalyse, Siegmund Freud, mit der Methode, später Johannes Heinrich Schultz, der daraus das Autogene Training entwickelte, oder der Amerikaner Milton H. Erickson.

Die Wirksamkeit der von Erickson entwickelten Hypnotherapie konnte in wissenschaftlichen Studien belegt werden.

 

 Zu den Anwendungsgebieten zählen beispielsweise

 (alphabetisch): 

  • Abhängigkeit von Nikotin
  • Angst
  • Aufmerksamkeits-/Verhaltensstörungen bei Kindern
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Depressive Verstimmungen und Depressionen 
  • Gewichtsreduktion (Begleitung dabei)
  • Juckreiz, Missempfindungen
  • Kopfschmerzen (chronisch) und Migräne
  • Neurotische, auf Verhaltensmuster fixierte Störungen
  • Psychosomatische (durch seelische Belastungen ausgelöste) körperliche Erkrankungen